Porz
Aktuell Januar 2010

Die Organisatoren des Rheinpiratenballs, v.l.: Silke Feil-Schwamborn,
Gerd Schwamborn, Britta Hollmann, "Böschräuber" Peter Berg, Kristina und Lutz
Bel. Es fehlt Christoph Quill. Foto: v.Czarnowski
Poll (ac). Jahrelang war der "Böschräuberball" eine karnevalistische Institution
in Poll,fand aber im vergangenen Jahr zum letzten Mal statt. Jetzt sorgten
die "Rheinpiraten" für seine Wiederbelebung als "Rheinpiratenball"."Ich finde
alles ausgezeichnet" ,lobte Peter Berg seine"Nachfolger". Jahrelang hatte
er mit den "Poller Böschräubern vun 1976" den "Böschräuberball" in der GGS
Poller Hauptstraße organisiert, bis es ihm und seinen Mitstreitern zuviel
wurde. Ein anderer loser Zusammenschluss von Poller (Karnevals-)Freunden,
die "Rheinpiraten", boten daraufhin ihre Unterstützung an und luden schließlich
zum "1. Rheinpiratenball" in die Gaststätte "PollerHaus". "Wir haben 220 Karten
nur über Mundpropaganda verkauft", freute sich Silke Feil-Schwamborn, die
gemeinsam mit ihrem Ehemann Gerd Schwamborn und weiteren "Rheinpiraten" den
Ball organisierte. Dabei handelt es sich nicht um eine offizielle Karnevalsgesellschaft,
sondern um einen losen Kreis von Freunden, deren Kinder gemeinsam die Kita
besuchten. Daraus entstand eine Gruppe von rund 80 Menschen, die fester Bestandteil
des Poller Karnevalszugs sind. Dass es auch ohne "Vereinsmeierei" geht, zeigte
auch der "Piratenball": Zwei Bands lockten die Besucher auf die Tanzfläche:
die Kölschrocker "Dreigestirn" heizte die Stimmung an, bis das beste Kostüm
prämiert wurde, wobei als erster Preis eine Schatzkiste mit einem "Piraten-
Set" winkte. Anschließend sorgte die Sambagruppe "Suco Legal" für einen Hauch
Brasilien. Weil die Schwamborns und ihre Freunde im Erfolgsfall den Piratenball
zur "Institution" machen wollen, müssen sich die Gewinner des zweiten Kostümpreises
keine Sorgen machen: Dieser besteht aus zwei Karten für den nächsten Rheinpiratenball.

